Freitag, April 04, 2025

Im Fokus der diesjährigen Challenge steht das Thema nachhaltige Energiezukunft: Gesucht werden unter anderem Lösungen für intelligentes E-Lademanagement, Tracking von CO2-Emissionen und effizientes Kundenservice. Die Bewerbungsfrist für Startups läuft noch bis zum 22. Mai. 

Für die heuer 7. Innovation Challenge sucht Wien Energie wieder nach vielversprechenden Jungunternehmen. Durch die Unterstützung des großen Energiedienstleisters können deren gute Ideen schnell umgesetzt werden, verspricht der Konzern. „Innovation ist ein wichtiger Pfeiler für unser Unternehmen und Teil unserer DNA! Durch die Zusammenarbeit mit Start-ups können wir innovativen Technologien und kreative Lösungen in unser Unternehmen holen und für unsere Kund*innen nutzbar machen. So gelingt es uns den Klimaschutz in Wien voranzutreiben und unsere Angebote und Produkte stetig zu verbessern“, erklärt Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

Die Themen der Innovation Challenge:

  • Softwarelösungen für eine flexible E-Ladeinfrastruktur
    Mit einem intelligenten Lademanagement können Lasten entsprechen verschoben werden, um Erlöse am Strommarkt zu generieren. Wien Energie sucht nach Softwarelösungen, die das Ladeverhalten basierend auf Energiemärkten, Netzbeschränkungen, lokalen Verbrauch, lokalerProduktion und Kundenbedürfnissen steuern und optimieren können.

  • Tracking von CO2-Emissionen über gesamte Wertschöpfungskette
    Nachhaltige und intelligente Supply Chains vom Einkauf bis zum Recycling bzw. zur Entsorgung sollen durch Tracking der CO2-Emissionen entstehen. Ziel dabei ist es, die Total Cost of Ownership, also die Gesamtkosten eines Produkts während dessen Lebenszyklus, über die gesamten Lieferketten mit besonderem Fokus auf CO2-Emissionen zu verfolgen. Von besonderem Interesse sind dabei Lösungen, die in der Lage sind, Prozesse wie die Definition der Kategorien gekaufter Produkte zu automatisieren und somit zur korrekten Bewertung der CO2-Emissionen beizutragen.

  • Digitale Lösungen für den Kundenservice
    Kundenanfragen gehen über verschiedene Kanäle ein – online, schriftlich, telefonisch und physisch. Das Ziel neuer Lösungen sollte sein, die Kundenanfragen auf die richtigen Kanäle zu bringen und so Anfragen für ungeeignete Kanäle zu reduzieren und auch Self-Service-Optionen zu erweitern.

Anmeldung und Teilnahme

Alle interessierten Start-ups können sich unter https://climatelab.at/wien-energie-innovation-challenge/ bewerben.
Anmeldeschluss ist der 22. Mai 2023. Die besten Bewerber*innen werden im September zum Innovation Bootcamp eingeladen, bei dem sie mit Expertinnen und Experten von Wien Energie an der Entwicklung eines gemeinsamen Pilotprojekts arbeiten. Im Anschluss werden die erfolgversprechendsten Projekte von einer Jury ausgewählt. Bis März 2024 können die Startups dann gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der Wien Energie einen Prototyp entwickeln und/oder das Projekt auf eine langfristige Zusammenarbeit vorbereiten.

Ziel ist es dabei, konkrete Geschäftsmodelle und Services zu erarbeiten, die in weiterer Folge gemeinsam von Wien Energie und dem Unternehmen umgesetzt werden. Für die teilnehmenden Start-ups ergibt sich so die Chance auf den Zugang zu einer großen Zielgruppe, Budget für einen Proof of Concept und einen strukturierten Prozess zur Zusammenarbeit mit führenden Expert*innen der Energie- und Telekommunikationsbranche.

Gewinner der letzten Challenge: Ein Digitaler Zwilling für sekundäre Fernwärmenetze

Im Jahr 2021 gewann der Fernwärme-Softwareanbieter Gradyent mit einem Digitalen Zwilling für eines der sekundären Fernwärmenetze die Innovation Challenge. Ziel war es, so für mehr Energieeffizienz zu sorgen. Der Ansatz hat überzeugt - seit mittlerweile zwei Jahren ist der Gradyent „Digital Twin“ nun bei Wien Energie im Einsatz.

Die Lösung senkt die Netztemperatur für mehrere Netze und spart dadurch Wärmeverluste, CO2 und Betriebskosten. Die Temperaturen wurden dynamisch um durchschnittlich 4°C gesenkt. Das Potenzial dieses Ansatzes ist groß: Bei einem Rollout auf die 20 größten Sekundärnetze könnten so bis zu 4.000 Megawattstunden Wärme eingespart werden. Das entspricht umgerechnet dem Jahresverbrauch von rund 500 Wiener Haushalten.

(Titelbild: iStock)

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