Samstag, April 05, 2025

Die Strabag erprobt in Wien zum ersten Mal den Betrieb einer Baustelle mittels Solarstrom. Auf die Dächer der Baucontainer werden dafür Photovoltaikanlagen gesetzt. 

Wer mit der Bahn zwischen den Stationen Praterstern und Wien Traisenstraße unterwegs ist, kann vielleicht einen Blick auf die ersten Photovoltaikanlagen auf Wiener Baustellencontainern erhaschen. Am Wiener Nordbahnhof-Gelände im 2. Bezirk entsteht seit einigen Jahren ein neues Stadtentwicklungsgebiet. Auf einem der Baufelder startete die Strabag nun ein Pilotprojekt zur Versorgung der Baustellencontainer mit grüner Energie.

In den Baucontainern vor Ort arbeiten 20 Mitglieder des Strabag-Bauteams täglich an der Realisierung der Wohnbauprojekte. Dafür werden nicht nur zahlreiche elektronische Geräte, wie Laptops, Bildschirme, Smartphones oder Tablets eingesetzt, sondern auch Klimageräte und Heizsysteme. Diese verbrauchen eine Menge Energie, die bislang aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wurde. Am Nordbahnhof soll dieser Energiebedarf künftig von der PV-Anlage klimaneutral gedeckt werden. Die über den Verbrauch der Baucontainer produzierte Energie steht der Baustelle als allgemeiner Baustrom zur Verfügung.

Das Ziel: Energie-autarke Baustellen

Die Photovoltaikanlage erstreckt sich auf gesamt 235 Quadratmetern - bzw. auf 18 Containerdächern - und soll mit einer Leistung von 48 kWp anlaufen. Im ersten Schritt wird der Energiebedarf der Baucontainer mit Solarstrom gedeckt, perspektivisch könnten aber auch größere Geräte und Maschinen, wie zum Beispiel Krane und Bagger, gänzlich mit grüner Energie betrieben werden.

Die Planung, Umsetzung und Wartung erfolgt konzernintern durch die Strabag BMTI, die maschinentechnische Servicedienstleisterin innerhalb der Strabag-Gruppe.

„Mit dem Pilotprojekt am Nordbahnhof gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Bauabwicklung. Im Bauprozess benötigen wir eine Menge Energie, die es nicht nur durch optimierte Prozessplanung zu reduzieren, sondern außerdem durch klimafreundliche Energie zu ersetzen gilt. Durch die Daten, die wir hier gewinnen werden, nähern wir uns diesem Ziel Schritt für Schritt weiter an“, meint der für Nachhaltigkeit zuständige Vorstand Klemens Haselsteiner.

(Bilder: Strabag)

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