Freitag, April 04, 2025
Modernes Datenbank-Management mit fähigem Werkzeug von BMC bei Kastner & Öhler.Bei Kastner & Öhler optimierte die IT-Abteilung mit der Lösung "BMC APPTUNE for DB2" die Performance ihrer Datenbank-Applikationen und die Prozessorenauslastung. Helmut Wolf, CIO Kastner & Öhler, und BMC-Country Manager Christian Winkelbauer im Interview.

Report: Vor welcher Herausforderung standen Sie?
Helmut Wolf ist CIO bei Kastner & Öhler.Helmut Wolf: Unsere größte Herausforderung waren Performanceprobleme der DB2-Anwendungen am Mainframe. Es war schlicht schwierig, die Ursachen dafür zu finden. Aufgrund der wachsenden Prozessorenauslastung, die sich den so-genannten MIPS (Million Instructions per Second) angegeben wird, schien zudem ein kostspieliges Hardwareupgrade am Mainframe unausweichlich. Dann wären neben dem Hardwareupgrade auch hohe Kosten für das notwendige Softwareupgrade angefallen. (Anmerkung d. Redaktion: DB2 ist ein relationales Datenbank-Management-System von IBM.)

War das eine typische Situation im Mainframeumfeld?
Christian Winkelbauer, Country Manager BMC Software.Christian Winkelbauer: Ja, hoher Prozessorenverbrauch verursacht durch ressourcenintensive DB2-Datenbankabfragen ist ein gängiges Problem in der Mainframewelt, nicht nur in Österreich. CIOs beschäftigt heute vor allem der Kostendruck, besonders im Softwarelizenzbereich. Daneben spielen die Virtualisierung der heterogenen Hardwarelandschaft, die Verfügbarkeit geschäftskritischer Anwendungen, die alternde Mitarbeiterstruktur im Mainframebereich und das sehr spezielle Thema Disaster Recovery eine wichtige Rolle.

Können Sie ein konkretes Beispiel für die Herausforderung nennen?
Wolf: Es ist recht leicht, sehr schlecht laufende Anwendungen zu erkennen. Es ist hingegen schwieriger oder gar unmöglich, Anwendungen bzw. SQL-Statements zu finden, die grundsätzlich unauffällig laufen, aber in der Summe trotzdem einen sehr hohen Prozessorenanteil beanspruchen. Die wichtige Frage ist, welches der SQL-Statements hat die Prozessorenzeit verbraucht und wie kann es optimiert werden.

Welche Lösung wurde gewählt und warum?
Wolf: Wir haben uns für BMC APPTUNE for DB2 von BMC Software entschieden. Bereits innerhalb der 30-tägigen Testperiode konnten wir die kostspieligsten DB2-Transaktionen am Mainframe damit erkennen. Die Advisor Technologie von BMC übernahm die manuelle Auswertung von großen Mengen an gesammelten Performancedaten aus der Datenbank und aus dem Betriebssystem am Mainframe und identifizierte automatisch die zehn teuersten DB2-Datenbankabfragen der letzten Stunden oder Tage. Dann schlug die Lösung sofort Verbesserungsmaßnahmen vor. So wussten wir quasi sofort, was nicht optimal lief und konnten darauf reagieren.

Sind diese schnellen Erfolge üblich?
Winkelbauer: Durchaus. Bereits in der erwähnten Testinstallation wurden erhebliche CPU-Einsparungen teurer DB2-Datenbankabfragen erreicht. Gleichzeitig wurde im folgenden Projekt das Risiko bei Applikationsänderungen minimiert. Oft verursachen geschäftsbezogene Changes bei Applikationen auch Änderungen in den DB2-Datenbankabfragen. Werden diese vor Produktionsübernahme nicht entdeckt, können ungeplante Ausfälle oder schlechte Antwortzeiten vorkommen. Die BMC-Lösung erkennt negative Auswirkungen von DB2-Applikationsänderungen schon im Testbetrieb, zeigt Lösungen auf und erhöht dadurch die Qualität der Anwendung vor Produktionsübergabe.
 
Lässt sich der Nutzen in konkrete Zahlen fassen?
Wolf: Mit BMC APPTUNE for DB2 konnten wir das geplante Hardwareupgrade um ein Jahr verschieben und so konkret Kosten einsparen. Als es nach einem Jahr aus Generationsgründen zum Hardwareupgrade kam, hatten wir eine 30-prozentige Steigerung der Prozessorenkapazität verzeichnet. Das alles bei einer 5-prozentigen Senkung der Softwarekosten. Außerdem konnten wir die durchschnittliche Prozessorenzeit für DB2-Datenbankabfragen um bis zu 45 Prozent zum Vorjahresniveau reduzieren. Kurz: Unsere Performance hat sich enorm gesteigert.

Mehr zu "BMC APPTUNE for DB2" unter www.bmc.com

Meistgelesene BLOGS

Andreas Pfeiler
19. Dezember 2024
Unlängst mit der Frage »Was sind die Gründe für die sinkende Produktivität in der Baustoffindustrie?« konfrontiert, begab sich der Autor dieser Zeilen auf die Suche nach Antworten. Und wurde rasch fün...
AWS (Amazon Web Services)
11. Dezember 2024
Amazon hat sein europäisches Reverse-Logistics-Programm durch re:Cycle Reverse Logistics erweitert. re:Cycle Reverse Logistics betreibt Einrichtungen in Dublin, die Geräte aus AWS-Rechenzentren testen...
Firmen | News
16. Dezember 2024
Kryptowährungen und Investieren erscheinen oft exklusiv und komplex, doch innovative Technologien machen sie zunehmend einfacher und für alle zugänglich. Mit einer niedrigen Einstiegsschwelle von 50 €...
AWS (Amazon Web Services)
18. Dezember 2024
Amazon Web Services (AWS) stellt 100 Millionen Dollar für benachteiligte Schüler:innen zur Verfügung, um ihnen Kenntnisse in den Bereichen KI, Cloud Computing und Alphabetisierung zu vermitteln. In de...
Josef Muchitsch
23. Dezember 2024
Die Entscheidung, die KIM-Verordnung auslaufen zu lassen, ist ein wichtiger Erfolg für die Bauwirtschaft und alle Beschäftigten. Ursprünglich eingeführt, um den Immobilienmarkt zu regulieren, hat die ...
Alfons A. Flatscher
19. Dezember 2024
Europa steht vor drängenden Herausforderungen: Banken sind zunehmend restriktiv, alternative Formen der Finanzierung sind unterentwickelt. Die Folge? Vielversprechende Projekte und innovative Ideen sc...
AWS (Amazon Web Services)
07. Jänner 2025
Jedes Jahr fordert Krebs weltweit etwa 10 Millionen Menschenleben, und die WHO geht davon aus, dass die weltweiten Krebserkrankungen bis 2040 um 60 Prozent steigen werden. Während die Welt immer noch ...
Bernd Affenzeller
18. Dezember 2024
 Das Auslaufen der KIM-Verordnung hat in der Bau- und Immobilienbranche zu einem deutlich wahrnehmbaren Aufatmen geführt. Und tatsächlich mehren sich die Anzeichen, dass 2025 besser laufen wird a...

Log in or Sign up