Samstag, April 05, 2025
Technologie-Standort Tirol
Aus Tirol kommt die Zukunft, sind Michael Zettel (Accenture), Christiane Noll (Avanade), Minister Florian Tursky und Andreas Altmann (MCI) überzeugt. (Fotocredit: Alexander Felten)

Tirol hat weit mehr zu bieten als malerische Landschaften: Auch als Entwicklungs- und Forschungsstandort macht sich die Region einen Namen. Mit Avanade und Accenture siedeln gleich zwei internationale Technologieunternehmen nach Tirol über.

Accenture und Avanade investieren in den Standort Innsbruck: Die bereits ansässige Accenture-Niederlassung ist heuer nicht nur um 100 Mitarbeiter*innen gewachsen, sondern plant jetzt gar den Bau eines eigenen Technologie-Kompetenzzentrums. Avanade wiederum eröffnet ein eigenes Büro in Innsbruck und plant, den Standort in den kommenden zwei Jahren auf mindestens 50 Mitarbeiter*innen auszubauen.

Eine große Chance für Innsbruck und die Region gleichermaßen, ist Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky überzeugt: »Wir können hier gemeinsam die digitale Transformation Österreichs vorantreiben.« Beim Gen AI Summit Anfang Oktober erklärte er denn auch, »mein Ziel ist es, Wohlstand durch Digitalisierung zu schaffen. Aufgabe der Politik ist es hierfür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Daher investiert die Bundesregierung in eine stabile Internetversorgung und schafft die Nährboden für aufstrebende Unternehmen.« Die Arbeit am Standort helfe außerdem dabei, die Abwanderung heimischer Fachkräfte zu verhindern - wenn denn in Tirol die Möglichkeit einer internationalen Karriere winkt. 

»Avanade hat im Westen Österreichs bereits namhafte Kunden. Wir möchten diese vor Ort betreuen und den Standort sukzessive zu einem Tech Hub ausbauen«, erzählte Christiane Noll, Geschäftsführerin von Avanade in Österreich. Sie betonte: »KI wird die bestimmende Technologie der nächsten Jahre sein. Wir möchten mit der Technologie gemeinsam aktiv die Zukunft gestalten.«

Zukunftstechnologie aus Tirol

Accenture seit der Akquisition des ARZ 2022 mit einer Niederlassung in Innsbruck vertreten. Michael Zettel, Geschäftsführer von Accenture Österreich, zog ein erstes positives Resümee: »Wir haben einen Standort mit 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen. In den letzten Monaten sind wir stark gewachsen und konnten 100 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufnehmen. Wir entwickeln hier ein umfassendes Technologie-Kompetenzzentrum - mit dem Silicon Valley als Vorbild.« 

Neben dem Mitarbeiter-Wachstum konnten bereits neue Kunden gewonnen werden, und die Services und Funktionalitäten des Angebots wurden für die bestehenden Kunden ausgebaut, zum Beispiel durch Investitionen in Cyber Security. Ein vielversprechender Ausblick - meinte auch Zettel: »Mit der lokalen Power und dem internationalen Know-how werden wir hier am Standort Tirol künftig das modernste Bankensystem Europas entwickeln.«

Lokale Partnerschaften

Selbst gebürtige Tirolerin, betont Christiane Noll die Wichtigkeit starker Partnerschaften und Kooperationen mit lokalen Institutionen. Avanade plant darum eine Zusammenarbeit mit dem Management Center Innsbruck (MCI). Für MCI-Rektor Andreas Altmann geht mit der Ansiedelung von Accenture und Avanade in Tirol gar ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: »Sie stärkt den gemeinsamen Standort und schafft spannende Möglichkeiten für eine strategische Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Studium, Weiterbildung, Recruiting, Karriere und Start-ups.« Er hofft auf »innovative Win-Win-Potenziale«.

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