Freitag, April 04, 2025
Zwei Wochen in zwei Minuten
Guido Rudolph, Busch Vacuum Solutions, kann nun Kund*innen eine Vielzahl von Produkten aus einem Baukasten schnell und effizient anbieten. (Credit: Busch Vacuum Solutions)

Busch Vacuum Solutions hat mit einem S/4-Variantenkonfigurator sein SAP-System optimiert. Damit dauert die Produktkonfiguration nicht mehr zwei Wochen, sondern lässt sich innerhalb von zwei Minuten erledigen.

Ob bei der Produktion medizinischer und wissenschaftlicher Geräte wie CRTs oder Elektronenmikroskope, ob bei der Herstellung von elektrischen Lampen oder in der Halbleiterverarbeitung, ob für die Beschichtung in der Möbelherstellung, in der Lebensmittelverpackung, bei Abwassersystemen oder in der Landwirtschaft bei Melkmaschinen – überall helfen Vakuumlösungen, das Beste aus Innovationen zu holen.

Die österreichische Vertriebs- und Servicegesellschaft des global agierenden deutschen Familienunternehmens Busch Vacuum Solutions gehört zu den Marktführern im Bereich industrieller Vakuumlösungen hierzulande. Und dort ist Zeit Geld – insbesondere die Zeit, die es benötigte, bis der Auftrag im ERP angelegt war und die Angebotsstellung rausging. »Wenn du dich als verlässlicher Partner für deine Kunden positionierst, dann kannst du diese einfach nicht warten lassen«, weiß Guido Rudolph, Head of Product Configuration bei Busch Vacuum Solutions.

Mitte 2019 gab Busch den Startschuss für ein Modernisierungsprojekt. Die Tools, die es für einen nahtlosen Prozess dabei zu verbinden galt: das PLM- und ERP-System von unterschiedlichen Anbietern (Siemens Teamcenter sowie SAP S/4HANA) und eine SAP-Cloud-Lösung für CRM und CPQ (Configure, Price Quote). Ein besonderes Augenmerk dabei wurde auf die Variantenkonfiguration gelegt.

»Wir kennen die Bedürfnisse von Hidden Champions wie Busch. Die Möglichkeit, auf eine standardisierte Systemarchitektur zurückzugreifen und diese dann ganz nach den eigenen Wünschen zu individualisieren, ist der richtige Weg für solch ambitionierte Mittelständler. Und wir sind glücklich, dass wir mit unserer Expertise unseren Teil zur erfolgreichen digitalen Transformation von Busch beitragen durften«, beschreibt Gerhard Krennmair, Head of Manufacturing bei msg Plaut Austria. Dabei bezieht sich der msg-IT-Experte besonders auf ein entwickeltes Software-Add-on von msg für den S/4-Variantenkonfigurator. Hinter der msg S/4 DMI Lösung für Variantenfertiger verbirgt sich eine vorkonfigurierte ERP-Lösung mit integrierten End-to-End-Prozessen sowie msg.Variant als spezielle, zusätzliche Lösung für die Variantenkonfiguration.

Unterschiedliche Systeme verbunden

Die msg-Lösung fügt sich nahtlos in bestehende SAP-Systeme ein und erlaubt dank offener Schnittstellen eine einfache Integration mit Lösungen anderer Hersteller, in diesem Falle Siemens Teamcenter. Die Übertragung der Konfigurationsmodelle inklusive des Beziehungswissens funktioniert über die Schnittstelle reibungslos. Die bekannte PLM-Umgebung muss nicht verlassen werden, um Stücklisten oder Beziehungswissen in SAP anzulegen und zu pflegen.

Im März 2022 wurde die Produktkonfigurationslösung zur Anlage von Materialvarianten (msg.Variant Material) von msg Plaut in zwei von insgesamt sechs Busch-Werken ausgerollt. Etwa zehn Prozent des Gesamtportfolios aller Busch-Vakuum-Lösungen wird bereits über Variantenkonfiguration mit der Lösung von msg abgebildet. (Foto: Busch Vacuum Solutions)

»In jeder Firma, die ohne Produktkonfiguration arbeitet, dauert der Angebots- und Auftragsprozess für Standardprodukte, die über einen Konfigurator laufen könnten, etwa zwei Wochen, bis das Produkt im ERP-System angelegt und alle in der Kette Beteiligten ihre Daten gepflegt haben. Erst dann kann die Auftragsbestätigung herausgeschickt und das Produkt gebaut werden. Nun schaffen wir diesen Prozess in ein bis zwei Minuten«, rechnet Fachbereichleiter Guido Rudolph vor.

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