Samstag, April 05, 2025

Die Idee von der autonomen Baustelle greift um sich: Die SÜBA AG hat in einem Pilotversuch in Stockerau modulare Windkraftanlagen auf der Spitze eines Baukrans montiert: So können Kran und Baubüro jetzt mit grünem Strom betrieben werden - wenn der Wind weht.

Titelbild (v.l.): Klemens Hallmann, Eigentümer der SÜBA, gemeinsam mit Vorstand Manfred Wachtler und den Miniturbinen: 16 Stück dieser Windkraftanlagen können knapp einen Baukran mit Energie versorgen. (Credit: SÜBA AG/ Alpsolut)

Nach dem erfolgreichen Testlauf eines mit Wasserstoff betriebenen mobilen Generators zur Stromerzeugung auf einer Baustelle in Wien-Simmering im Jänner versucht es die SÜBA nun auch mit dem Einsatz von Windenergie. „Wir wollen unsere Baustellen nachhaltiger betreiben. Ich freue mich, dass wir damit den nächsten Meilenstein in Richtung Energieunabhängigkeit und CO2-Neutralität setzen“, meint Heinz Fletzberger, Vorstand der SÜBA. Beim Wohnbauprojekt „Das Koloman“ in Stockerau (NÖ) kam die neue Windkrafttechnologie des Berliner Climate Tech Unternehmens MOWEA erstmalig zum Einsatz.

Baukran mit 16 Windturbinen bestückt

Montiert wurden die 16 Mikrowindturbinen mit einem Durchmesser von je 1,7 Metern in 30 Meter Höhe auf einem Baukran. Die Turbinen nutzen den Wind und erzeugen damit Strom, der direkt für den Baustellenbetrieb verwendet wird. Der Kran und das Baubüro versorgen sich somit während der Bauarbeiten zu einem Gutteil selbst mit Energie. Die Leistung der 16 Windturbinen liegt bei bis zu 16.000 Kilowattstunden pro Jahr, das entspricht ungefähr dem Maß an Energie, das vier Haushalte in derselben Zeit verbrauchen würden. Der große Vorteil der Windturbinen aber liegt darin, dass sie keine zusätzliche Fläche benötigen und flexibel auf bestehender Infrastruktur installiert werden können. Steuern lassen sie sich aus der Ferne.

„Der laufende Einsatz neuer, innovativer Technologien und die konsequente Umsetzung unserer ESG-Strategie machen es möglich, dass während des gesamten Lebenszyklus‘ unserer Immobilien und auch innerhalb unseres eigenen Unternehmens sowohl der CO2-Fußabdruck als auch der Energiebedarf signifikant reduziert werden“, hält Vorstand Manfred Wachtler fest. In Zukunft ist geplant, das innovative Energie­konzept konsequent auch auf weiteren SÜBA-Baustellen in Österreich und Deutschland einzusetzen. „Im Sinne der Umwelt wollen wir die Grenzen des technisch Möglichen immer weiter ausdehnen. Mit dem Einsatz von Wasserstoff und Windkraft wollen wir bereits in der Bauphase einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten“, ergänzt Klemens Hallmann, Gründer der SÜBA-Muttergesellschaft Hallmann Holding und alleiniger Eigentümer der SÜBA AG.

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