Samstag, April 05, 2025

Branchenkenner Gerhard Haidl verließ Benmark, gründete Newcon und setzt auf eine Mediation-Plattform für Telcos, die unter Kostendruck sind – also alle.. Grundsätzlich will jedes Unternehmen erfolgreich sein – und doch gibt es erfolgreiche und weniger erfolgreiche. Was machen die erfolgreichen anders?

Bei vielen Mobilfunkprovidern ist derzeit eine Konsolidierung der Plattformen gefragt. Die Systeme zur Verrechnung von Services und Sprachminuten (Billing) sind mitunter 15 Jahre alt, eine Erneuerung ist aufgrund von modernen Standards im Kundenservice dringend nötig. Um die von der EU geforderte »Bill Shock Prevention« im Datenroaming zu ermöglichen, ist ein genaues Monitoring des Datenverkehrs, der Roamingkosten und verbrauchte Volumina erforderlich.

Worum es dabei geht: Die EU-Regelung sieht eine Sicherheitsabfrage vor, mit der Mobilfunkkunden vor überraschend hohen Monatsabrechnungen geschützt werden. Drückt der Datenverkehr ab einem Verbrauch von 50 Euro zu sehr aufs Börsel, sollte die Leitung gedrosselt respektive abgeschaltet werden können. Für die Mobilfunker heißt dies, den Datenverkehr ihrer Kunden in Echtzeit verwalten zu müssen.

Experten zufolge ist die Implementierung entsprechender IT-Lösungen keine große Sache. »Die Installation fähiger Management-Werkzeuge ist eine Minimalinvestition«, meint etwa Gerald Haidl, Geschäftsführer des heimischen IKT-Spezialisten Newcon. Haidl zufolge könnten mit den internen Systemen bei den Providern sogar die Clearingstellen umgangen werden. Sie verrechnen zusätzlich Gebühren für die Abrechnung von international durchgeschalteten Gesprächen und Verbindungen, was noch zusätzlich die fallenden Margen negativ beeinflusst. Newcon hat eine Lösung, welche den Operator dabei unterstützt, seine Margen einfach zu optimieren und die Datenqualität nicht nur erhöht, sondern sicherstellt.

Die Möglichkeit der aktuellen, direkten Verarbeitung von Kunden- und Verkehrsdaten zu jedem Zeitpunkt (und nicht stapelweise erst am Ende des Tages) gibt es schon lange Zeit. Erst jetzt aber ist das Echtzeit-Monitoring zu einem gefragten Thema in der Branche geworden. Haidl sieht in den wachsenden Datenstöcken bei den Providern auch Geschäftspotenzial hinsichtlich zukünftiger Dienstleistungen. Die Betonung liegt auf Potenzial – denn es wird noch nicht genutzt. »Man erkennt nach wie vor nicht, welche Möglichkeiten leistungsfähige IT-Lösungen im Mobilfunk liefern können«, so der Experte. Das Zusammenwachsen der IT mit der Mobilfunkwelt ist seit Jahren Tatsache. Trotzdem sind bei vielen Providern IT-Leiter und Netzdirektor nicht gerade die besten Freunde.

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