Samstag, April 05, 2025



Die Begrünung von Gebäuden schafft zahlreiche Vorteile für das Klima, bietet Kühlung, Beschattung, verbessert die Luftqualität und somit auch die Gesundheit der Menschen. Aber wie viel Wirkung und welchen wirtschaftlichen Wert bringt das wirklich? 


Der finanzielle Wert von Grüner Infrastruktur lässt sich nun auch konkret berechnen: Mit der Greenvaluation-Software ist es erstmals möglich, auf Basis wissenschaftlich validierter Bewertungsmethoden den direkten finanziellen Gegenwert von Begrünungen in Verbindung mit Gebäuden zu ermitteln. Somit wird für Begrünungs-Projekte sichtbar, wie viele Euros durch realisierte Maßnahmen erwirtschaftet bzw. aktiv eingespart werden. Das hilft auch bei der Planung weiterer Grünprojekte.

Grüne Infrastruktur bewirkt direkte Kosteneinsparungen
Die Begrünung von Gebäuden steigert nicht nur den Wert einer Immobilie, sondern spart auch Strom- und Abwasserkosten. Durch die Verdunstungsleistung der Pflanzen werden beispielsweise teure, strombetriebene Klimaanlagen ersetzt, und dank Wasserrückhalt und -speicherung wird das Kanalsystem nachhaltig entlastet.
Neben dem monetären Wert bildet Greenvaluation auch viele weitere Effekte ab, wie z. B. die Sauerstoffproduktionsleistung, CO2 Speicherung, und Strahlungsabsorption. 

Wissenschaftlich fundiert zur Begrünungsbilanz
Greenvaluation basiert auf der "Greenpass"-Technologie, die Daten von Grünen Infrastrukturen (beispielsweise Fassaden- oder Dachbegrünungen, Bäumen, Parks, Grünstreifen etc.) und ihren Mikroklimaeffekten für ein definiertes Gebiet auswertet. In der innovativen Greenvaluation-Weiterentwicklung werden diese ermittelten Mikroklimaeffekte laufend mit Echtzeit-Wetterdaten verknüpft und mithilfe wissenschaftlich validierter Bewertungsmethoden in Euro übersetzt. So lässt sich der konkrete Effekt von Begrünung in einem bestimmten Zeitraum genau bestimmen. 
Nutzer:innen von Greenvaluation können dadurch Werte ihrer Grünen Infrastrukturen punktgenau abrufen und beispielsweise Unterschiede zwischen regenreichen Monaten und Hitzeperioden zuverlässig abbilden. 

Dieses Verfahren wurde anhand realer Fallstudien entwickelt und mehrfach erprobt. Für das Boutique Hotel Wien beispielsweise konnte damit in einem Jahr eine Ersparnis von 2.000 Euro Stromkosten für die Gebäudekühlung ermittelt werden. Gleichzeitig wurden 488.500 Liter an Regenwasser zurückgehalten und das Abwassersystem entlastet.

Hintergrund
Greenvaluation entstand aus einem Forschungsprojekt, im Rahmen des FFG-Förderprogramms „Stadt der Zukunft“. Nach erfolgreichem Abschluss des Forschungsprojektes, kann die Technologie nun für Stadtverwaltungen und Gebäudeeigentümer:innen zum Einsatz kommen. Mehr Informationen unter www.greenvaluation.app

Bild: Fluxguide

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