Freitag, April 04, 2025
Energiekosten senken durch smarte Steuerung
Christian Steiner, Innovationsmanagement oekostrom AG; Ulrich Streibl, Vorstandssprecher oekostrom AG; Christoph Bernkopf, Podero GmbH

Die oekostrom AG hat gemeinsam mit dem Wiener Start-up Podero eine innovative Lösung für intelligentes Energiemanagement entwickelt: Der Stromverbrauch für energieintensive Geräte wird in kostengünstige Zeitfenster verlagert.

Wärmepumpe, Elektroauto, Wallbox und Batteriespeicher – diese Geräte sind Bausteine der Energiewende, benötigen aber selbst Strom in erheblichen Mengen. Der smarte Stromtarif der oekostrom AG „oeko spot+ smartSparen“ bietet nun die Möglichkeit, für den Betrieb von Großgeräten die günstigsten Zeiten des Stromnetzes zu nutzen.

Mittels einer Echtzeitanalyse der Preise wird beispielsweise die Wärmepumpe mittags aktiviert oder das Elektroauto in den frühen Morgenstunden geladen, wenn der Strompreis niedriger ist. Die Steuerung erfolgt automatisch über einen Algorithmus, entwickelt vom Wiener Start-up Podero. „Mit dem neuen Stromtarif sind wir Vorreiter am österreichischen Energiemarkt“, betont Ulrich Streibl, Vorstandssprecher der oekostrom AG. „Wir liefern nicht nur zu 100 Prozent sauberen Strom, sondern ab sofort auch eine intelligente Lösung, die unseren Kund*innen hilft, den Stromverbrauch zu optimieren, Kosten zu sparen und die Energiezukunft aktiv mitzugestalten.“

Nächster Schritt in die Energiezukunft

Bis zu 25 Prozent könnten die monatlichen Stromkosten durch die gezielte Nutzung von günstigen Stromzeiten gesenkt werden. Das System analysiert aktuelle Börsenpreise und aktiviert die Geräte zu Zeiten niedriger Strompreise und hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien. Für die Endkund*innen fallen keine zusätzlichen Kosten da, da in der Regel keinerlei Hardware erforderlich ist. Lediglich in Ausnahmefällen muss ein Zwischenschalter installiert werden. Die meisten Großgeräte werden jedoch direkt über eine Echtzeit-Schnittstelle gesteuert.

Die von Podero entwickelte Lösung ist mit den meisten Herstellertypen kompatibel. Aufgrund der hohen Komplexität dauerte die Entwicklung rund ein Jahr, wie Christoph Bernkopf, CEO und Co-Gründer von Podero erklärt: „Wir wollten eine möglichst große Abdeckung erreichen und alle gängigen Hersteller berücksichtigen.“

Der Tarif kann über die Website der oekostrom AG abgeschlossen werden. Die Anbindung der Geräte erfolgt über wenige Klicks über die Plattform, wo auch die Preise jederzeit einsehbar sind und die Energienutzung bei Bedarf angepasst werden kann.

Die Verschiebung des Energieverbrauchs auf die Verfügbarkeitsspitzen trägt zudem wesentlich zur Stabilisierung der Netze bei. Für eine Direktvermarktung von Photovoltaik ans Netz nach deutschem Vorbild sieht sich oekostrom-Innovationsmanager Christian Steiner gut gerüstet: „Sollte eine gesetzliche Änderung in Österreich kommen, sind wir mit diesem Produkt schon auf dem Markt.“

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