Freitag, April 04, 2025
Hightech-Drähte für die Energiewende
Erfolgreich mit Spezialprodukten: HPW arbeitet bereits am Ausbau seiner Produktionskapazitäten. (Fotocredit: HPW)

HPW ist ein Hersteller von Kupferflachdrähten für die Elektromobilität, elektrotechnische Anlagen und Maschinen. Die Produkte aus Linz sind bei den großen Herstellern heiß begehrt. 

Es ist ein klassischer »Hidden Champion«, der von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt weltweit erfolgreich für eine Nische produziert. Wobei Nische hier der falsche Begriff ist – die Kupfer-Flachdrähte von HPW finden eine breite Anwendung in Technologien wie Elektromobilität und Windkraft in Europa. Die isolierten Spezialdrähte des Linzer Unternehmens – HPW seht für »High Performance Wires« – zeichnen sich durch eine stärkere Leistung gegenüber herkömmlichen Kupfer-Runddrähten aus. Das erhöht den Wirkungsgrad, vermindert Störfelder und verbessert die Effizienz etwa von Elektromotoren. Mit der besseren Energiedichte werden Ladekapazitäten verbessert, folglich werden auch Investitionen in E-Mobility bei Nutzfahrzeugen wirtschaftlicher.

Die großen Fahrzeughersteller (»OEMs«) und Zulieferer setzen die Produkte aus Österreich seit Jahren ein. Gut die Hälfte der Umsätze bei HPW werden bereits mit Hochleistungsdrähten für E-Mobility erzielt. Das Unternehmen, gegründet 1946, liefert jährlich mehr als 15.000 Tonnen Hochleistungsdrähte vom Stammwerk Linz aus – auch für Kunden im Maschinenbau, der Schweißindustrie, in der Produktion von elektronischen Bauteilen oder in der optischen und chemischen Industrie.

HPW eröffnet ein neues Werk nahe Steyr. Investiert werden dafür rund 45 Millionen Euro. (Foto: HPW)


Das Team der beiden Geschäftsführer Ewald Koppensteiner und Harald Lackner forscht auch an Legierungen für Spezialanwendungen – bislang sind es 50 unterschiedliche Lösungen. Im Bereich Wickeldraht haben sich die Linzer bei Herstellern wie Siemens, ABB, Alstom und einem Dutzend weiterer Herstellern einen Namen gemacht. »Mit dem Aufkommen der Elektromobilität hat man anfangs auf Kupferrunddrähte gesetzt. Uns war klar, dass Flachdrähte die technisch bessere Lösung sind. Das ist dann auch so gekommen«, resümiert Ewald Koppensteiner. »Wir haben diese dann perfektioniert.«

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