Samstag, April 05, 2025
2024: Trends, die Unternehmen antreiben
Das Vorstandsteam der APG, Thomas Karall und Gerhard Christiner, fordert 2024 rasche Entscheidungen. (Fotos: Ricardo Herrgott)

Welche Themen und Herausforderungen werden Ihr Unternehmen und Ihr Geschäft 2024 prägen? Der Report hat bei Vertretern der Energiewirtschaft und Industrie nachgefragt.

Thomas Karall und Gerhard Christiner
Vorstände Austrian Power Grid AG

»Die APG hat Ende vergangenen Jahres mit dem neuen Netzentwicklungsplan 2023 die notwendigen Investitionen in der Höhe von neun Milliarden Euro in das Übertragungsnetz im Sinne der versorgungssicheren und leistbaren Energiewende auf den Tisch gelegt. Genau darin liegt die größte Herausforderung: Das Bewusstsein dafür zu schaffen und Maßnahmen zu setzen, dass beispielsweise Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt werden und es eine Gesamtsystemplanung braucht. 2024 müssen die akademischen Diskussionen beendet werden. Das sind wir den nachkommenden Generationen schuldig.«

Martin Kohlmaier
Vorstandsvorsitzender ABB Österreich

(Foto: ABB)


»Die unklare wirtschaftliche Entwicklung, steigende Kosten in allen Lebens- und Geschäftsbereichen sowie der Mitarbeitermangel werden uns im kommenden Jahr durchaus beschäftigen. Wir blicken dennoch zuversichtlich in die Zukunft und vertrauen auf unsere Kernkompetenzen. Mit einem nachhaltigem Produktportfolio, stetiger Investitionsbereitschaft in effiziente Lösungen sowie einem attraktiven und familienfreundlichen Angebot für unsere Mitarbeitenden strebt ABB weiterhin an, die Zukunft aktiv mitzugestalten und eine ressourcenschonende Gesellschaft zu ermöglichen.«

Stefan Wagenhofer
Geschäftsführer Gas Connect Austria

(Foto: Gas Connect Austria)


»Unsere wesentlichen Herausforderungen 2024 sehen wir als Gasnetzbetreiber einerseits darin, die Versorgungssicherheit Österreichs zu gewährleisten und andererseits den Weg für den zukünftigen Transport von Wasserstoff zu ebnen. Mit dem Projekt ›WAG Loop 1‹, das durch den Teilausbau der West-Austria-Gasleitung (WAG) den Zugang zu Gasquellen aus Nordwesteuropa deutlich erhöht, sorgen wir für den möglichen Ausfall russischer Gaslieferungen über die Ukraine vor. Gleichzeitig ist dieses strategisch wichtige Projekt eine gute Investition in die klimaneutrale Energiezukunft. Denn die WAG soll gemeinsam mit der Penta-West Gasleitung in weiterer Folge für den Transport von Wasserstoff umgebaut werden.«

Bernd Vogl
Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds

(Foto: Klima und Energiefonds)


»Es ist ein ehrgeiziges Ziel und gleichzeitig eine große Chance für Österreich, bis 2040 klimaneutral zu werden. Vor allem die Industrie steht hier vor großen Herausforderungen: Sie ist mit systemverändernden Investitionen konfrontiert, gleichzeitig steht sie im globalen Wettbewerb. Wir werden Unternehmen ganz konkret auf ihrem Weg Richtung Klimaneutralität unterstützen und Innovationen ›Made in Austria‹ rascher in die Umsetzung bringen. Innovationen im eigenen Land machen uns auf internationalen Märkten erfolgreich und sichern den Wohlstand über Generationen. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.«

Wolfgang Weidinger
Geschäftsführer Weidmüller Österreich

(Foto: Wolfgang R. Fürst)


»Aus unserer Sicht wird es ein herausforderndes Jahr. Der positive Ausblick für 2024 ist, das Lagerbestände bei den meisten Unternehmen großteils abgebaut wurden. Die Energiewende wird weiterhin ein treibendes Thema in der elektrotechnischen Industrie bleiben. Auch die Automatisierung von Maschinen, Anlagen und Prozessen sowie im Schaltschrankbau wird voranschreiten. Demgegenüber wird es interessant zu sehen, wie die produzierende Industrie den Themenmix aus Inflation, Personalkosten und Energiepreise verdauen kann. Wir rechnen mit einem schwachen ersten Halbjahr in der Industrie und einer Wiederbelebung im zweiten Halbjahr. Alles in allem erwarten wir uns eine moderate Steigerung im Jahr 2024.«

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