Sonntag, April 06, 2025
Betriebsgelände der Salinen Austria AG in Ebensee.Die RISC Software GmbH und die FAW GmbH - beide Unternehmen sind Mitglieder der fiveIT Hagenberg - haben gemeinsam für die Salinen Austria AG eine Business-Intelligence-Lösung entwickelt, die die unternehmensweite Planung und Steuerung entlang der wertschöpfenden Primäraktivitäten durchgängig abdeckt.

"Ein konsequent gelebtes und unternehmensweit integriertes Planungs- und Steuerungssystem entlang der wertschöpfenden Primäraktivitäten ist bei uns schon immer als wesentlicher Grundpfeiler des Unternehmenserfolgs betrachtet worden.", informiert Dietmar Quatember, IT-Leiter bei der Salinen Austria AG, "Da sich auf dem BI-Sektor in punkto zunehmender technischer Möglichkeiten und vermehrter Anwenderorientierung im Verlauf der letzten Jahre vieles weiterentwickelt hat, haben wir im Februar 2008 beschlossen, unser bisheriges System, das auf TM1 basierte, auf eine moderne BI-Architektur inkl. eines umfassenden Reportings zu migrieren, die unseren gewachsenen Anforderungen gerecht wird."

Die Salinen Austria AG ist Österreichs führender Produzent von Produkten rund um Salz mit einer Jahreskapazität von ca. 1.100.000 Tonnen und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von EUR 93 Mio. mit knapp 350 Mitarbeitern. Entsprechend breit ist auch das Produktportfolio der Salinen Austria AG und daher variieren die Anforderungen an die unternehmensweite Planung und Steuerung im Detail. "Während zum Beispiel der Bedarf an Speisesalz einigermaßen gut planbar ist, ist die Nachfrage nach Auftausalz naturgemäß saisonabhängig und wird kurzfristig stark von den Wetterbedingungen beeinflusst. Um auch hier plausibel planen zu können, arbeitet das von uns entwickelte System mit intelligenten Forecasts, die auf Erfahrungswerten basieren.", berichtet DI Stephan Leitner, Projektmanager bei der RISC Software GmbH.

Durchdachte Architektur
Dass die Ziele eines solchen Vorhabens nicht alleine dadurch erreicht werden können, einfach ein BI-Frontend über die bestehende Datenlandschaft zu legen - wie Hersteller solcher Werkzeuge gerne suggerieren - wird klar, wenn man auf die technischen Herausforderungen blickt, die im Rahmen des Projekts gemeistert wurden: mehrere heterogene Datenquellen aus operativen Kernsystemen, die Notwendigkeit von stark unterschiedlichen Befüllungsintervallen der entsprechenden Bereiche der konsolidierten Datenbasis, oder die Realisierung einer rollierenden Planung unter Berücksichtigung der monatlichen Ist-Werte.

"Das Kernstück des Systems bildet eine zentrale Staging Area, die mit Oracle-Technologien implementiert wurde. Hier werden die Quelldaten aus den operativen Systemen entsprechend aufbereitet, bereinigt und in ein sog. Sternschema transformiert. Auf diesem Modell setzt auf einer zweiten Schicht ein Microsoft SQL Server auf, der die Daten via Analysis Services als MOLAP-Objekte dem Frontend entsprechend der fachlichen Anforderungen zur Verfügung stellt. Auf diese Weise können die jeweiligen Stärken beider Technologien optimal kombiniert werden.", skizziert Mag. Stefan Wagner, Bereichsleiter für Datenbanktechnologien und Business Intelligence der FAW GmbH, die Grundpfeiler der Systemarchitektur.

Agile und benutzerzentrierte Vorgehensweise
Als ebenso bedeutender Erfolgsfaktor für ein BI-Projekt dieser Größenordnung erwies sich die auf die Bedürfnisse der Endanwender abgestimmte Projektorganisation und Vorgehensweise. Hier galt es, die Anforderungen im Kontext der erweiterten Möglichkeiten einer modernen BI-Lösung aus den Bereichen Lagerhaltung, Produktion, Logistik und Vertrieb und aus den Querschnittsfunktionen Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung zu erheben und zwischen diesen abzustimmen. "Entscheidend war die effiziente Aufgabenverteilung zwischen RISC und FAW. Während wir aufgrund unserer langjährigen Kooperation mit der Salinen Austria AG deren Geschäftsprozesse und Daten gut kennen  und daher das Anforderungsmanagement optimal unterstützen konnten, haben sich die BI-Experten der FAW GmbH schon in frühen Phasen auf die Erstellung von Prototypen für die einzelnen Fachbereiche konzentrieren können, die in der Folge evolutionär verfeinert wurden. So ist es uns gelungen, einerseits kurzfristige Anforderungsänderungen im Projekt ad hoc umzusetzen und andererseits den straffen Zeitplan einzuhalten", so Stephan Leitner.

Meistgelesene BLOGS

Andreas Pfeiler
19. Dezember 2024
Unlängst mit der Frage »Was sind die Gründe für die sinkende Produktivität in der Baustoffindustrie?« konfrontiert, begab sich der Autor dieser Zeilen auf die Suche nach Antworten. Und wurde rasch fün...
AWS (Amazon Web Services)
11. Dezember 2024
Amazon hat sein europäisches Reverse-Logistics-Programm durch re:Cycle Reverse Logistics erweitert. re:Cycle Reverse Logistics betreibt Einrichtungen in Dublin, die Geräte aus AWS-Rechenzentren testen...
Firmen | News
16. Dezember 2024
Kryptowährungen und Investieren erscheinen oft exklusiv und komplex, doch innovative Technologien machen sie zunehmend einfacher und für alle zugänglich. Mit einer niedrigen Einstiegsschwelle von 50 €...
AWS (Amazon Web Services)
18. Dezember 2024
Amazon Web Services (AWS) stellt 100 Millionen Dollar für benachteiligte Schüler:innen zur Verfügung, um ihnen Kenntnisse in den Bereichen KI, Cloud Computing und Alphabetisierung zu vermitteln. In de...
Josef Muchitsch
23. Dezember 2024
Die Entscheidung, die KIM-Verordnung auslaufen zu lassen, ist ein wichtiger Erfolg für die Bauwirtschaft und alle Beschäftigten. Ursprünglich eingeführt, um den Immobilienmarkt zu regulieren, hat die ...
Alfons A. Flatscher
19. Dezember 2024
Europa steht vor drängenden Herausforderungen: Banken sind zunehmend restriktiv, alternative Formen der Finanzierung sind unterentwickelt. Die Folge? Vielversprechende Projekte und innovative Ideen sc...
AWS (Amazon Web Services)
07. Jänner 2025
Jedes Jahr fordert Krebs weltweit etwa 10 Millionen Menschenleben, und die WHO geht davon aus, dass die weltweiten Krebserkrankungen bis 2040 um 60 Prozent steigen werden. Während die Welt immer noch ...
Bernd Affenzeller
18. Dezember 2024
 Das Auslaufen der KIM-Verordnung hat in der Bau- und Immobilienbranche zu einem deutlich wahrnehmbaren Aufatmen geführt. Und tatsächlich mehren sich die Anzeichen, dass 2025 besser laufen wird a...

Log in or Sign up