Sonntag, April 06, 2025
Spürbare Lohnzuwächse am Bau

Nach erfolgreichen KV-Verhandlungen erhöhen sich die Löhne für die Arbeiter*innen in den Bau-, Holz- und Steinbranchen ab 1. Mai 2024 deutlich über der rollierenden Inflationsrate. "Dank unserer fairen und funktionierenden Sozialpartnerschaft haben wir KV-Abschlüsse, die die Beschäftigten aus unseren Branchen besser durch die Krise der Teuerung bringen", ist der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch, überzeugt.

Ziel der Gewerkschaft Bau-Holz war es, die "Einkommen der Arbeitnehmer*innen so zu erhöhen, dass sie den Lebensstandard sichern und die Arbeitsleistung fair abgelten". Zwar werde ein Teil der Erhöhung durch steigende Preise zunichte gemacht,allerdings erhöhen sich die Löhne über die rollierende Inflation hinaus und sichern somit einen Zuwachs beim Reallohn. So gibt es die höchsten Einstiegslöhne in diesen Branchen ohne Berufsausbildung wie z.B. am Bau mit über 2.700 Euro und bei den Lehrlingseinkommen mit bis zu 2.680 Euro im 3. Lehrjahr für Pflasterer.

Basis für den Ausgleich der Teuerung ist der Durchschnitt des Verbraucherpreisindex (VPI) aus den letzten 12 Monaten - somit kann es laut Gewerkschaft auch zu keiner Lohn-Preis-Spirale kommen, da sich die Lohnerhöhung immer auf die letzten 12 Monate bezieht, d. h., die Arbeitnehmer*innen gehen 12 Monate in Vorleistung.

Die aktuellen KV-Abschlüsse

- Bauindustrie und Baugewerbe + 7,15 Prozent
- Bauhilfsgewerbe + 7,70 Prozent
- Maler + 7,70 Prozent
- Dachdecker + 7,70 Prozent
- Hafner, Platten- und Fliesenleger + 7,70 Prozent
- Steinarbeiter + 7,70 Prozent
- Tapezierer + 7,70 Prozent
- Pflasterer + 7,70 Prozent
- Glaser + 7,70 Prozent
- Bodenleger + 7,70 Prozent
- Brunnenbaumeister + 7,70 Prozent
- Holzbaumeister + 7,25 Prozent
- Holz-, Säge- und Faserspanindustrie + 7,82 Prozent
- Tischler + 7,25 Prozent
- Stein- und keramische Industrie + 7,27 Prozent

GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch abschließend: „Wir haben bei Kollektivvertragsabschlüssen immer die Basis des VPI. Dazu kommt noch ein Aufschlag, der dieses 'mehr Leisten' auch noch honoriert. Aktuell liegt die rollierende Inflation der letzte 12 Monate bei 6,77 Prozent - somit liegen alle unsere Abschlüsse über diesem Wert. Dank unserer fairen und funktionierenden Sozialpartnerschaft haben wir KV-Abschlüsse, welche die Beschäftigten aus unseren Branchen besser durch die Krise der Teuerung bringen. Wir springen dort ein, wo die Bundesregierung leider versagt hat”.

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