Samstag, April 05, 2025

Die Stellung des Metallbaus hat sich deutlich geändert. Der Anteil der Metallbautechnik in der modernen Architektur wächst stetig – mit spektakulären Ergebnissen.

Vom ursprünglichen Berufsbild des Schlossers ist der Metallbauer heute weit entfernt. Aus der reinen Fertigungskraft ist ein planender Techniker mit umfassendem Know-how geworden. Das ist auch nötig, denn die Anforderungen sind enorm. In die Kompetenz der Metallbauer fallen nicht nur Planung, Fertigung, Montage und Wartung, sondern zunehmend auch die Abstimmung mit allen Schlüsselgewerken am Bau. Der Metallbauer muss somit hohen logistischen Ansprüchen gerecht werden. Die Umsetzung dieses Leistungsspektrums ist nicht immer einfach, denn in vielen Fällen ist der Metallbau nach wie vor nicht in die oberste Projektebene eingebunden. Um das zu ändern, wurde die »Initiative Metallbautechnik« ins Leben gerufen. »Der Metallbauer trägt mit seiner professionellen Auftragsabwicklung wesentlich zu Kosten- und Zeiteinsparungen bei. Das bringt Vorteile für Metallbauer und Bauherren, deshalb muss die Metallbautechnik in die oberste Projektebene«, ist Initiator Harald Greger, Geschäftsführer des Aluminium-Fenster-Instituts (AFI), überzeugt.
Außerdem will die Initiative die Leistungen der Metallbauer stärker in den Fokus rücken. Ohne den Beitrag des Metallbaus wäre die zeitgenössische Architektur kaum denkbar. Denn es sind vor allem Aluminium-Glas-Fassaden, die das Erscheinungsbild moderner Städte prägen. Dabei genügen die Aluminiumkonstruktionen nicht nur gestalterischen, sondern auch den wirtschaftlichen und energetischen Ansprüchen. Bestes Beispiel dafür ist der Power Tower in Linz. Die Zentrale der oberösterreichischen Energie AG ist das weltweit erste Bürohochhaus mit Passivhauscharakter. Die Fassade besteht aus pulverbeschichteten Aluminiumprofilen und Glas. In die Südwestfassade sind auf einer Fläche von 650 Quadratmetern Photovoltaikpaneele integriert, die weite Teile der Stromversorgung abdecken. Die Energie für Heizung und Kühlung kommt mittels Wärmepumpe aus Erde und Grundwasser. »Bei der Fassade handelt es sich um eine Weltneuheit«, erklärt der ausführende Architekt Wolfgang Kaufmann. Sie wurde eigens für dieses Bauwerk entwickelt und basiert auf einem bestehenden Isoliersystem, das optimiert wurde, um alle Parameter für ein Haus mit Passivhauscharakter einzuhalten. Außerdem bietet die Fassade noch zusätzliche Extras wie etwa einen innovativen Sonnenschutz bei gleichzeitiger Tageslichtversorgung.


Stimmen aus der Branche
Walter Stelzhammer, Architekt: »Die intensive Kooperation mit dem Metallbau ist Voraussetzung, um die immer komplexeren Anforderungen moderner, innovativer Architektur zu realisieren.«
Gerhard M. Brunner, WED-Projektleiter: »Durch die frühzeitige Einbeziehung des Metallbaus können wir den technischen Herausforderungen effizienter begegnen. Immerhin leistet der Metallbau einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg eines Bauwerks.«
Andreas Renner, AFI-Präsident: »Metallbauer sind immer mehr planende Techniker und müssen dieses Berufsbild auch als solches kommunizieren.«

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