Freitag, April 04, 2025
Premiere für Betonpreis
Die Gewinner und Anerkennungen des ersten Österreichischen Betonpreises. (Credit: Stefan Seelig)

Der heuer erstmals von Beton Dialog Österreich (BDÖ) ausgelobte Österreichische Betonpreis 2023 brachte je ein Siegerprojekt in den Kategorien Neubau und Revitalisierung. Zusätzlich wurden vier Anerkennungspreise verliehen. Im Fokus der prämierten Projekte: Nachhaltigkeit. 

Die hochkarätig besetzte Jury unter der Leitung von Architekt Daniel Fügenschuh hatte es nicht leicht, aus 56 qualitativ hochwertigen Einreichungen die Besten herauszufiltern. In einem ersten Schritt wurden 20 Projekte nominiert (Der Report berichtete), danach folgte eine intensive Diskussion, welche dieser Projekte in den ausgeschriebenen Kriterien des Österreichischen Betonpreises – Nachhaltigkeit, Funktionalität, Ausführungsleistung, Innovation und Design – am meisten überzeugten.

Schluss­endlich einigte sich die Jury auf zwei Siegerprojekte: das Wohnquartier Wientalterrassen mit dem Bauteil Käthe-Dorsch-Gasse 17 in der Kategorie Neubau und die Generalsanierung des Rathauses Prinzersdorf mit Zubau in der Kategorie Revitalisierung. Jeweils zwei Anerkennungen in den beiden Kategorien gab es für die Neuerrichtung des Gemeindebaus Neu Aspern H4 und das neue ÖBB-Mobilitätszentrum in Lienz sowie die Revitalisierung der Burg Heinfels und der Fabrikatur in der Wiener Ungargasse.

Anton Glasmaier, BDÖ-Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des VÖB, zeigt sich von der Qualität der Projekte beeindruckt: »Es ist sehr erfreulich, dass Nachhaltigkeit und soziale Ökologie im Planen und Bauen längst angekommen sind. Das Bewusstsein ist geschärft – die Innovationen sind gewaltig und leisten einen wichtigen Beitrag für eine klimaneutrale Zukunft. Die eingereichten Projekte zeigen, welche Möglichkeiten der Baustoff Beton bietet und wie Bauwerke gelingen, die auf Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Flexibilität setzen.«


Die Jury

  • Daniel Fügenschuh, Architekt aus Innsbruck und Präsident der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen (Juryvorsitzender)
  • Ute Schaller, Baudirektion der Stadt Wien
  • Renate Hammer, Geschäftsführende Gesellschafterin bei Institute of Building Research & Innovation
  • Stefan Sattler, MA 20 der Stadt Wien, Energieplanung
  • Elmar Hagmann, Geschäftsführender Gesellschafter bei Wilhelm Sedlak GmbH
  • Berthold Kren, Präsident der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) und CEO von Holcim Österreich
  • Franziska Leeb, Architekturjournalistin

Preisträger Neubau: Wohnquartier Wientalterrassen 

Bauherr: WBV-GPA Wohnbauvereinigung für Privatangestellte Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Architektur: Arge KDG/Architekt Christoph Lechner & Partner ZT GmbH und Berger+Parkkinen Architekten ZT GmbH
Bauunternehmen: Strabag AG
Betonlieferanten: Transportbeton Gesellschaft m.b.H. & Co. Komm. Ges. und Mischek Systembau GmbH (Fertigteile)

Preisträger Revitalisierung: Rathaus Prinzersdorf 

Bauherr: Marktgemeinde Prinzersdorf 
Architektur: Ernst Beneder und Anja Fischer
Bauunternehmen: Ing. Franz Kickinger GmbH
Betonlieferant: Ing. Franz Kickinger GmbH


Die Jurybegründungen

Bei den Wientalterrassen, der Wohnbebauung Käthe-Dorsch-Gasse 17 in Wien-Penzing, wurden laut Jury alle sozialen und ökologischen Kriterien perfekt erfüllt: »Einerseits gelang hier die soziale Durchmischung von Studenten, Familien, Pensionisten bis zu Clusterwohnungen, andererseits verfügt die Anlage über großartige Höfe, ein klimafittes, ausgeklügeltes System der Energieversorgung mit Erdwärme und Bauteilaktivierung samt Wasseraufbereitung sowie einem Forschungsprojekt mit Asphaltkollektoren«, so die Jurybegründung.

Die Generalsanierung und der Zubau des Prinzersdorfer Rathauses sind für die Jury wiederum ein Vorzeigebeispiel für zukunftsgerichtetes Planen und Bauen: Durch die Revitalisierung des Rathauses aus den 1970er Jahren wurde der Ortskern von Prinzersdorf aktiviert, statt einem Neubau wurde das Objekt ökologisch anspruchsvoll und ressourcenschonend saniert.

Fotos: Wolfgang Thaler (Wientalterrassen) und Konrad Neubauer (Rathaus Prinzersdorf).

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