Samstag, April 05, 2025

Zum Tag der offenen Tür präsentierte Lafarge eine umweltfreundliche Rohmühle im Zementwerk Mannersdorf. Die High-Tech-Mühle zermalmt Bauschutt, benötigt weniger Wasser, arbeitet effizienter - und soll dem Unternehmen pro Jahr 17.000 Tonnen CO2 einsparen. 

Titelbild: Die feierliche Einweihung der neuen Mühle in Mannersdorf. V.l.n.r.: Gerhard David, Bürgermeister Mannersdorf, Berthold Kren, CEO Lafarge Österreich, Peter Suchanek, Bezirkshauptmann Bruck/Leitha. (Credit: Lafarge)

Gekostet hat die neue Anlage mehr als 20 Millionen Euro. Das lohne sich aber für den Konzern genauso wie für die Umwelt. Werksleiter Christopher Ehrenberg erklärt: „Damit gehen wir einen riesigen Schritt in Richtung Standortsicherung, Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Und wir können der Bauwirtschaft ein grünes Portfolio CO2-armer Zemente bei gleichbleibend hoher Produktperformance bieten.“ Die wesentlich effizientere 
Mahltechnologie brauche zudem 10 Prozent weniger Energie - das entspreche in etwa dem Stromverbrauch von 2.500 Haushalten.   

Alternative Rohstoffe als Zukunftsträger

Berthold Kren, CEO von Lafarge Österreich, will mit der Investition die nachhaltige Bauwirtschaft in Schwung bringen: „Dank der vertikalen Rohmühle können wir Baurestmassen nutzen und natürliche Rohstoffe schützen. Abbruchhäuser aus Ziegel oder Beton werden so zur wertvollen Ressource.“ Pro Jahr werden weltweit rund 40 Milliarden Tonnen Material im Bausektor verarbeitet - oder sinnbildlich einmal New York neu errichtet. Daher müsse man mit Hochdruck daran arbeiten, die natürlichen Materialvorkommen zu schützen, so Kren.

Ist nicht nur von außen grün: Die neue vertikale Rohmühle im Lafarge - Zementwerk. (Bild: Lafarge)

In Österreich habe man den Anteil an Recyclingmaterialien mittlerweile auf über 30 Prozent steigern können. Der Einsatz von Sekundär- und Abfallstoffen für die Produktion von Energie und Baustoffen habe dazu geführt, dass man nahezu unabhängig von Gas-, Öl-, und Kohleimporten operieren könne, erklärt Kren. Der Erfolg zeigt sich nicht zuletzt im geringen CO2-Fußabdruck der Werke: „Diese Strategie hat uns an die Weltspitze katapultiert. Nirgendwo anders wird Zement mit einem geringeren CO2-Fußabdruck produziert, nirgendwo anders werden so effektiv Abfall- und Reststoffe eingesetzt wie in Österreich.“

150 Jahre Lafarge Österreich

Beim Tag der offenen Tür wurde aber nicht nur die Stärkung der eigenen Nachhaltigkeit, sondern auch der 150. Geburtstag des Unternehmens gefeiert. Am 9. September waren Anrainer*innen und Partner*innen bei Lafarge eingeladen, das Zementwerk zu besichtigen. Christopher Ehrenberg nimmt das zum Anlass, die stetige Weiterentwicklung des Unternehmens zu loben: „Der 1872 im Werk Kirchbichl im Tiroler Perlmoos geborene Pioniergeist findet heute seine konsequente Fortsetzung in der Entwicklung innovativer Zemente.“ 

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