Freitag, April 04, 2025
Nur wenige der handelsüblichen Grundierungen oder Deckbeschichtungen eignen sich auch für den Brandschutz. Die meisten fallen glatt durch. 
Seit der Lockerung der Zulassungsbestimmungen habe sich in der Branche eine gewisse Leichtsinnigkeit breitgemacht, erzählt Alexander Riml, Brandschutz-Produktmanager der Synthesa Gruppe. Da werden Materialkombinationen angeboten, die im Ernstfall völlig versagen. Im renommierten Mailänder Prüfinstitut CSI machte er nun die Probe aufs Exempel und unterzog verschiedene Materialkombinationen einer Untersuchung, um ihre Eignung im Brandfall zu testen. Die Ergebnisse waren verblüffend. Grundierungen, die Blasen bildeten und damit einen direkten Feuereingriff auf die Beschichtung erlaubten, oder Decklacke, die das Aufschäumen des Dämmschichtbildners sogar verhinderten, sind nur einige seiner Beobachtungen. Manche Materialkombinationen sind oft nicht oder nur zum Teil wirksam. Und er warnt davor, solche »Systeme« ungeprüft an den Verarbeiter weiterzugeben. Das Schlimmste wäre ein Systemversagen, denn das bliebe am Verarbeiter hängen. Das Wichtigste sei, im geprüften System zu bleiben. Dann könne – die korrekte Ausführung vorausgesetzt – nichts passieren.
Die Brandschutzsysteme »CapaTherm« von Synthesa sind mit allen notwendigen Prüfungen und Zulassungen ausgestattet. Je nach Untergrund stehen verschiedene Systeme zur Wahl, jedes davon besteht aus Grundierung, Dämmschichtbildner, Decklacken und Zusatzprodukten. Alle diese Brandschutzsysteme funktionieren nach dem Prinzip der Dämmschichtbildung. Bei Hitzeeinwirkung schäumt die Beschichtung auf und verzögert die Brandeinwirkung, sodass der Zeitraum für die Fluchtmöglichkeit je nach geforderter Brandklasse entsprechend verlängert wird.

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