Freitag, April 04, 2025
Futuristische Bonfiglioli-Zentrale in Bologna fertiggestellt
Die markante monolithische Form mit dem steilen Pultdach und die plissierte silberne Aluminiumstruktur der Fassade verleihen dem futuristischen Bürogebäude seine außergewöhnliche Optik. ©AlexFilz

Die neue Zentrale der Bonfiglioli S.p.A. in Bologna, einem weltweit führenden Unternehmen in der industriellen Automatisierung, bei mobilen Maschinen und im Bereich erneuerbare Energien, ist fertiggestellt. Realisiert wurde das von Peter Pichler Architecture geplante und mehrfach ausgezeichnete Gebäude vom Südtiroler Stahlbau- und Fassadenunternehmen PICHLER projects.

Als wäre es aus einer anderen Zeit oder Welt: Geradezu wie ein kosmisches Gebäude wirkt das neue Headquarter von Bonfiglioli in Calderara di Reno bei Bologna auf den ersten Blick. Die markante monolithische Form mit dem steilen Pultdach und die plissierte silberne Aluminiumstruktur der Fassade verleihen dem futuristischen Bürogebäude seine außergewöhnliche Optik.
Die Design-Leitidee des vom Mailänder Architekturbüro Peter Pichler Architecture geplanten Bonfiglioli-Headquarters folgt neben dem Umgang mit den vor Ort vorherrschenden Lichtverhältnissen auch den hohen Nachhaltigkeitsansprüchen des Unternehmens Bonfiglioli. So wurde die Form des Gebäudes an die Sonneneinstrahlung ausgerichtet und zielt darauf ab, einerseits den direkten Lichteinfall zu reduzieren und andererseits gute Voraussetzungen für das Raumklima im Inneren zu schaffen. Die Dachneigung und die geometrische Gestaltung schaffen optimale Lichtverhältnisse und begünstigen die natürliche Belüftung durch einen Kamineffekt.
Mit erneuerbarer Energie aus Geothermie und Photovoltaik kann das Gebäude nahezu energieautark betrieben werden. Ziel des Projekts ist es, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Ästhetik zu vereinen.

Stahlbau und Fassade von PICHLER projects realisiert
Das Südtiroler Stahlbau- und Fassadenunternehmen PICHLER projects realisierte den Bau der Gebäudestruktur und der Fassade. Das Dach und die Fassade des Gebäudes wurden dabei individuell angefertigt.
Das zentrale Gebäudeelement ist die Tragstruktur mit einer Trockenbaukonstruktion aus Stahl, die der Architektur folgend als Exoskelett angelegt wurde. Diese außergewöhnliche Konstruktion mit zwei stabilisierenden Kernen aus Stahlbeton, in denen Treppenhäuser und Aufzugsschächte untergebracht sind, ermöglicht maximale Flexibilität im Innenraum, da dort auf tragende Säulen verzichtet werden kann.
Dieser Leitgedanke findet sich neben der Gebäudestruktur auch in der markanten Doppelfassade wieder, die sich aus einer Primärfassade aus Glas und einer Sekundärfassade mit der plissierten Aluminiumstruktur zusammensetzt. „Die Südfassade ist so konzipiert, dass sie einen optimalen Schutz gegen die Sommersonne bietet und zugleich ausreichend Licht in das Gebäude leitet, was sowohl den Energieverbrauch als auch das Raumklima positiv beeinflusst“, so Massimo Ciocca, Projektleiter bei PICHLER projects

Bau als Herausforderung
Eine besondere Herausforderung war die Montage der Stahlkonstruktionen, insbesondere die schrägen Dachpartien. „Aufgrund der komplexen Gebäudegeometrie und Höhe mussten alle Dacharbeiten mit Hilfe von Seiltechnik durchgeführt werden, da kein anderer Zugang zu den Arbeitsbereichen möglich war.“
Gerade bei einem so komplexen Bauprojekt mit hohen Anforderungen und vielen Schnittstellen wie dem Bonfiglioli-Headquarter liegen die Vorteile auf der Hand, wenn sowohl die Realisierung des Stahlbaus als auch die Fassaden aus einer Hand kommen“, erklärt Hannes Market, Geschäftsführer von PICHLER projects. „Nur so können enge Zeitpläne bei größtmöglicher Kosteneffizienz eingehalten werden.“

Preisgekröntes Projekt
Das neue Bonfiglioli-Headquarter stößt bereits in der internationalen Architektur-Welt auf große Beachtung: So wurde es mit dem renommierten „Master Prize di Architettura“, der exzellente Leistungen in der Architektur weltweit würdigt, ausgezeichnet und in die Shortlist beim „World Architecture Festival“ in Singapur aufgenommen.

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