Freitag, April 04, 2025
Brückenmonitoring mit »SanTub«
Bei einem Pfeiler der Traunbrücke war im Zuge des Hochwassers ein kurzfristiger Anstieg der Neigung erkennbar.

Im Rahmen des Forschungsprojekts »SanTub« im Building Innovation Cluster der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria wird an einem System gearbeitet, das den Zustand von Brücken misst. Beim jüngsten Hochwasser wurde es unverhofft in der Praxis getestet und konnte sich bei der Traunbrücke in Linz-Ebelsberg bewähren.


Mitte Juli hat das Projektteam verschiedenste Sensoren an den Pfeilern der Traunbrücke angebracht, die verschiedene Parameter erfassen. Die Daten werden ausgewertet, ein Software-Paket mit Unterstützung von KI-Methoden soll Prognosen über den Zustand einer Brücke oder eines Straßentunnels und den Sanierungszeitpunkt liefern sowie die Kosten berechnen. Als das Hochwasser kam, lieferte das System wertvolle Daten. So zeigte sich, dass bei einem Pfeiler ein kurzfristiger Anstieg der Neigung erkennbar war, und zwar in dem Moment, als die Lufttemperatur unter acht Grad Celsius fiel. Ob dies ursächlich zusammenhängt, muss noch geklärt werden. Eine weitere Beobachtung wird empfohlen. »Die bisherigen Messungen, Analysen und Prognosen haben aber gezeigt, dass die Traunbrücke in Ebelsberg ein sehr sicheres Objekt mit sicheren Verkehrsbedingungen ist«, sagt Projektleiter und Geschäftsführer von Neuron Consult, Davorin Kolić.

Das langfristige Ziel ist laut Kolić ein zuverlässiges Prognosemodell zur Vorhersage des Verhaltens der Brückenpfeiler und -lager. Dafür braucht es Daten aus den Sensormessungen über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten. Das ist im Projekt »SanTuB« auch so geplant. Bei Analyse, Interpretation und Prognosen der Messdaten kommen Machine Learning und KI-gestützte Software zum Einsatz.

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