Donnerstag, April 03, 2025
Konjunkturforderungen von VÖPE, GDI, VÖB und ZIB

Neben den Baupakt- und Sozialpartnern ließen auch andere Interessenvertretungen mit teils ähnlichen, teils abweichenden Wünschen an die Politik aufhorchen. Der Bau & Immobilien Report hat bei einigen nachgefragt und präsentiert die jeweils zwei zentralen Forderungen:

VÖPE – Vereinigung Österreichischer Projektentwickler

1. Immobilienkredite: Die VÖPE fordert eine Entschärfung  der strengen Vergabekriterien. Bleibt es bei der aktuellen Verordnung, sieht die VÖPE ein dramatisches Szenario für Immobilienkäufer, die Baubranche und die gesamte Volkswirtschaft.

2. Bürokratieabbau: Für klimagerechtes Bauen und zur Förderung der Energiewende müssen Anreize geschaffen werden. Konkret fordert die VÖPE die Einrichtung von »Fast Lanes« in Genehmigungsprozessen und eine deutliche Reduktion von Bürokratie in allen Bauordnungen. 


ZIB - Zentralverband der industriellen Bauproduktehersteller Österreichs

1. Steuerliche Anreize: Laut ZIB-Obmann Otto Ordelt und Roland Hebbel, Geschäftsführer Steinbacher Dämmstoffe, könnten sowohl die Refundierung der Mehrwertsteuer auf Neubau und Sanierung durch Vorsteuerabzug oder nicht rückzahlbare Zuschüsse unmittelbare Impulse für die österreichische Bauwirtschaft liefern.

2. KIM-Verordnung: Positive Auswirkungen könnte auch die Adaptierung oder Aufhebung der KIM-Verordnung bringen.


VÖB – Verband österreichischer Beton- und Fertigteilwerke

1. Wohnbauoffensive: Die österreichische Betonfertigteilbranche fordert eine Wohnbauoffensive für 2024. Es brauche nächstes Jahr entsprechende Impulse seitens der Regierung, um die Produktion wieder auf ein stabiles Niveau zu bringen.

2. Infrastrukturoffensive: Parallel zum Wohnbau fordert der VÖB, dass die öffentliche Hand – von den Gemeinden über die Länder bis hin zum Bund – weiterhin in den nötigen Ausbau der Infrastruktur investiert.

GDI – Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050

1. Steuerliche Abschreibung: Um den dringend notwendigen Sanierungs-Turbo zu zünden und die Abwanderung der Bauarbeitskräfte zu vermeiden, muss laut GDI die Attraktivität der steuerlichen Abschreibung von Sanierungsmaßnahmen (max. 4.000 Euro) deutlich gesteigert werden. In Italien habe sich gezeigt, dass diese Möglichkeit angenommen wird.

2. Sanierungsbonus erhöhen: Die Fördersumme sollte laut GDI auf zumindest 20.000 Euro bzw. 20 % der Sanierungskosten erhöht werden, um die große Schere zwischen Kosten und Förderung (max. 14.000 Euro je Projekt) zu verkleinern. Zudem sollte die Abwicklung rasch, unbürokratisch und einfach, z.B. über die ausführenden Handwerker, erfolgen.

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