Sonntag, April 06, 2025

Zwischen Josefstadt und Alsergrund liegt der »Wohngarten Sensengasse«. Das architektonische Konzept in Verbindung mit der attraktiven Lage hat bei den Käufern zu einer enormen Nachfrage geführt. Nicht einmal der Druck eines Verkaufsprospekts war nötig, um die 116 Wohnungen los zu werden.

Es ist eine Wohnanlage, wie man sie sonst fast nur in urbanen Randgebieten findet. Dort, wo Platz für Neubauten ist und die Stadtentwicklung boomt. Wo moderne Architektur, eine Energieeffiziente Bauweise und aktuelle Wohnraumkonzepte auf die infrastrukturelle Schwäche der Randbezirke treffen. Der »Wohngarten Sensengasse« ist anders. Er verbindet das Beste aus zwei Welten und bringt die Vorteile des Neubaus in die Nähe des Stadtzentrums. Er befindet sich direkt an der Grenze zwischen 8. und 9. Wiener Gemeindebezirk, zwischen der Josefstadt und Alsergrund, in unmittelbarer Nähe der Innenstadt und ist Teil des Gesamtareals »Campus Sensengasse«.
Das architektonische Konzept stammt von den Architekten Josef Weichenberger und room8, die als einstimmiger Sieger aus einem Wettbewerb hervorgingen, den die BIG 2004 ausgeschrieben hat. Das Ergebnis sind drei miteinander verknüpfte Einzelbaukörper, die eine membranartige Zäsur zwischen Parkraum und Stadtraum darstellen. Auf eine »Durchgrünung« des Areals, die auch noch in den Wohnungen spürbar ist, wurde von den Architekten großer Wert gelegt. Die Baumkronen entlang der Sensengasse sind für viele Wohnungen »zum Greifen nah« und bilden für diese gleichzeitig einen Staub- und Lärmschutz. Auch auf das private Grün im Haus wurde in Form von zweigeschossigen integrierten Etagengärten sowie vorgehängten Fassadengärten nicht vergessen. Die Dachzonen werden den darunter befindlichen Wohnungen in Form von Dachgärten, Terrassen und Atrien zugeordnet. Darüber hinaus sind an den Wohnbaukörpern entlang der Sensengasse gemeinschaftlich nutzbare Grünflächen am Dach vorgesehen.
Insgesamt sind im »Wohngarten Sensengasse« 116 frei finanzierte und geförderte Eigentumswohnungen entstanden. Der modulare Aufbau schafft eine hohe Variabilität in der Konfiguration und Zusammenlegbarkeit der Wohnungen, und zwar in allen drei Dimensionen – nebeneinander, durchgesteckt oder übereinander in der Form von Maisonetten. Die baulichen Vorzüge in Verbindung mit der attraktiven Lage haben zu einer enormen Nachfrage geführt. Innerhalb von nur vier Monaten waren alle Wohnungen verkauft, nicht einmal ein Verkaufsprospekt musste angefertigt werden. Die Baukosten für das Projekt betrugen rund 25 Millionen Euro. Vom Grundstück mit mehr als 7.000 Quadratmeter wurde knapp die Hälfte mit einer Kubatur von 60.000 Kubikmetern verbaut.


Zahlen und Fakten
Baubeginn: 2007
Baufertigstellung: 04/2009
Grundstücksfläche: 7.217 m2
Bebaute Fläche: 3.050 m2
Nutzfläche: ca. 18.000 m2
Umbauter Raum: ca. 60.000 m2
Baukosten: ca. 25 Mio. Euro
Konstruktion: Mischkonstruktion, Beton-Großtafelbauweise, Ortbeton
Architekten: Josef Weichenberger_architects und room8 architects
Entwicklung & Verwertung: Wohngarten Sensengasse Bauträger GmbH, eine Kooperation von BIG E&V und der Mischek-Tochter Wiener Heim Wohnbau GmbH

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